reden wir über das
Winterloch in der Tierfotografie
Warum Fotografen im Winter weniger Buchungen haben und was wirklich hilft
Der Winter ist da.
Für manche magisch, für andere eine mentale und körperliche Herausforderung. Weniger Licht, weniger Energie, weniger Buchungen – zumindest gefühlt.
Doch steckt die Tierfotografie im Winter wirklich in einer Krise? Wollen unsere Kunden im Winter wirklich keine Shootings? Oder haben wir vielleicht einen elementaren Fehler gemacht?
In dieser Podcastfolge reden wir darüber:
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Warum Wintershootings herausfordernd sind (für dich, deine Kunden und ihre Tiere)
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Wieso spontane „Schnee ist da – bitte bucht jetzt“-Posts so semi gut funktionieren
- Wie du auch im Winter gut gebuchtt wirst
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Was du tun kannst, wenn du im Winter gar nicht fotografieren möchtest, aber dennoch ein Einkommen generieren willst
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Wie wir den Winter nutzen und was wir aktuell so treiben
- Und was wir heute komplett anders machen als früher
Keine Buchungen im Winter?
Das Winterloch entsteht im Herbst:
Ein unbequemes, aber wichtiges Learning:
„Das Winterloch ist oft kein Kundenproblem, sondern ein Marketingproblem.“
Im Herbst sind wir voll. Shootings, Bildbearbeitung, Weihnachtsstress. Marketing fällt hinten runter.
Und im Januar wundern wir uns, warum nichts los ist.
Wer Wintershootings möchte, muss frühzeitig darüber sprechen – idealerweise ab Spätsommer oder Frühherbst.
Ein zentraler Gedanke aus dem Gespräch:
Die romantische Vorstellung vom glitzernden Schnee ist oft unsere Motivation – nicht die der Kund:innen.
„Die buchen mich doch nicht wegen des Schnees. Die buchen mich, weil sie mir vertrauen.“
Was für uns Fotograf:innen das perfekte Licht ist, spielt für Kund:innen meist eine untergeordnete Rolle. Der Entscheidungsprozess beginnt viel früher – oft Monate vor dem eigentlichen Shooting.
Die Herausforderung
Fotografieren im Winter ist gar nicht so easy
So wunderschön, wie die Winterlandschaft auch sein kann, das Fotografieren in Kälte und Schnee bringt so einige Herausforderungen mit sich:
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Kälte und eingeschränkte Beweglichkeit
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Schwierige Outfits für unsere Kunden (Stichwort: schwarze Jacken & Handschuhe)
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Kürzere Shootingzeit (sonst frieren alle Beteiligten)
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weniger Posen möglich (hinsetzen oder legen, wird schwierig)
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Technische Themen wie Akkus, beschlagene Objektive und Planungsschwierigkeiten
Wintershootings funktionieren – aber sie brauchen andere Erwartungen, andere Abläufe und klare Kommunikation.
Du musst für dich entscheiden, ob du im Winter überhaupt fotografieren kannst und möchtest. Wir haben dir in der Podcastfolge einige Tipps an die Hand gegeben, wie du auch im Winter besser gebucht bist. Wenn du das aber gar nicht möchtest, weil du (wie Mareike) die Frostbeule des Jahrtausends bist oder Pferde mit Winterfell einfach nicht elegant findest, dann handle auch danach! Dann nimm bewusst shootingfrei in der Zeit und nutze diese anderweitig!
Du darfst auch mal bewusst
Shootingpause machen!
Nicht jede:r muss Wintershootings anbieten. Und das ist völlig okay.
Wichtiger ist die Frage:
Wie trägst du dein Business durch diese Zeit?
Im Gespräch kamen mehrere Möglichkeiten auf:
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Anzahlungen & Ratenzahlungen
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Bildnachkäufe und Produktverkäufe
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bewusst eingesetzte Gutscheine (für Wunsch-Kund:innen!)
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Studioaktionen gezielt im Winter
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Planung, Weiterbildung und Strukturarbeit
„Winter muss kein Durchhalten sein. Winter kann Aufbauzeit sein.“
In unseren Köpfen sind noch so viele Ideen und so viel Wissen, das raus muss. Hier wird es nach und nach immer mehr Kurse und Programme speziell für Tierfotograf*innen geben.
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